Kreativwerkstatt

Dienstag und Freitag findet unsere Kreativ-Werkstatt statt. Kreativ sein bedeutet, etwas Neues und Eigenes zu erschaffen und zu gestalten. Jedes Kind hat eine kreative Begabung. Diese kann sich in vielerlei Betätigungen zeigen: Im Kritzeln, im Matschen, im Formen, im Zusammenfügen verschiedener Materialien oder auch durch Zerstören des eigenen Produkts und wieder Aufbauen. Den meisten Kindern ist es ein natürliches Bedürfnis, ihren Gefühlen und Gedanken im Kreativen Ausdruck zu geben. Die frühen Werke des Kindes sind also keineswegs sinn- oder wertlos sondern einmalig und unverwechselbar. Sie zeigen viel von dem, was das Kind im Innersten bewegt. Nicht selten staunen wir über die originelen und kreativen Ideen unserer Kleinen.
Um kreativ zu sein, braucht das Kind eine Umgebung, in der es sich wohl fühlt und sich frei von Leistungsdruck betätigen kann. Unterschiedliche Materialien regen dazu an, sich mit ihnen zu beschäftigen und sie mit allen Sinnen zu erkunden. Dabei geht es bei kleinen Kindern zunächst um die Erforschung des Materials und noch nicht um sichtbare Ergebnisse. Erst nach und nach entsteht vielleicht etwas, was Kinder benennen möchten und dem sie eine Bedeutung geben wollen. Aus spontanen Kritzeleien entwickeln sich mit der Zeit erste Darstellungen von Menschen und seiner Umgebung.
Das Erlebnis ist wichtiger als das Ergebnis! Das Tun an sich steht im Vordergrund - nicht das Endprodukt! Durch das eigene Tun wird das Selbstbewusstsein des Kindes gefördert. Das Kind erschließt sich seine eigene Welt durch Ausprobieren, Entdecken und Experimentieren.

Musikalische Früherziehung

Einmal wöchentlich bekommt jedes Kind die Möglichkeit, in Kleingruppen mit einer Musikpädagogin musisch aktiv zu werden. Zusätzlich finden an einem Tag in der Woche Kleingruppenangebote zur musikalischen Früherziehung statt. Durch diese Förderung bekommen die Kinder die Gelegenheit zusammen mit Gleichaltrigen den Zugang zur Welt der Musik zu finden. Rhythmus, Musik, Bewegung und Sprache sind dabei untrennbar miteinander verbunden und ergänzen sich gegenseitig. Über sie werden kindgemäße Verhaltensweisen aufgegriffen und in verschiedene Themen integriert. Da Babys und Kleinkinder Klänge schon sehr früh wahrnehmen, ist das Fördern und Weiterentwickeln von Reaktionen auf Klänge von zentraler Bedeutung beim Musizieren. Viele der verwendeten Klänge würde man zwar nicht als Musik im herkömmlichen Sinne bezeichnen, doch das Wahrnehmen von Klängen stellt eine natürliche Vorstufe der Entwicklung eines musikalischen Bewusstseins und ein grundlegendes Element beim Erlernen der kommunikativen Fähigkeiten dar.

Bewegungserziehung

Jeden Mittwoch findet unser Bewegungstag statt. Bewegung und Bewegungsförderung haben gerade in der frühen Kindheit eine wesentliche Bedeutung für die kindliche Gesamtentwicklung. Für unseren Bewegungstag steht uns eine große Turnhalle zur Verfügung. Dort haben die Kinder die Möglichkeit sich zu bewegen und zu toben, dies fördert die Bewegungsfreude und bietet Raum für überschüssige Energien.
Bewegungsspiele geben Impulse zur körperlichen Weiterentwicklung, zur Stärkung der Ausdauer, zur Förderung der Bewegungsabläufe von Kraft und Elastizität. Für die Kinder ist die Bewegung ein wichtiges Mittel, Informationen über ihre Umwelt, aber auch über sich selbst, ihren Körper, ihre Fähigkeiten zu erfahren und ihre Umwelt zu begreifen.
Beispielsweise werden beim Bewegungstag Kreisspiele gemacht. Der pädagogische Wert von Kreisspielen ist hoch; sie sind ideal um miteinander in Kontakt zu treten und dabei verschiedene Lernerfahrungen zu machen. Die Kinder nehmen sich Gegenseitig wahr, spüren die Verbundenheit miteinander und erleben sich als wichtiger Teil eines Ganzen. Die Bewegung ist für die Körperwahrnehmung und nicht zuletzt für die soziale Entwicklung von sehr großer Bedeutung. Des Weiteren verfügen wir über eine Bewegungsbaustelle, auf der die Kinder die Möglichkeit haben, zu spielen, zu rutschen, zu hüpfen, zu balancieren oder durch einen Tunnel zu kriechen, mit Bällen zu rollen, zu werfen und zu kicken.

Sprache und Sprechen

Das Kind lernt im Kleinkindalter, Sprache zu verstehen und sich sprachlich zu verständigen. Die Sprachentwicklung ist ein Lernprozess: im Wortschatz, im Satzbau und in der Aussprache. Unser Ziel ist es, zum Sprechen anzuregen, Sprache zu fördern und das Kind dabei zu begleiten. Sprache hat einen hohen Stellenwert und ist Grundlage für eine gelingende persönliche Entwicklung und erfolgreiche Teilhabe an der Gesellschaft. Mit Sprache können wir uns anderen Menschen mitteilen, uns mit Ihnen austauschen und unserem grundlegend menschlichen Bedürfnis nach Gemeinsamkeit und Zugehörigkeit Ausdruck zu verleihen. Das pädagogische Fachpersonal nimmt sich gezielt Zeit, zuzuhören, zu antworten und Gegenfragen zu stellen. Alltägliche Handlungen und das Spiel werden durch Sprache begleitet. Die unterschiedlichsten Gesprächssituationen gibt es im Alltag. Sie werden gezielt genutzt: beim Wickeln, bei Mahlzeiten, im Spiel, beim Betrachten von Fotos, beim Anschauen von Bilderbüchern, beim Aufräumen. Das pädagogische Fachpersonal ist Sprachvorbild und macht für das Kind erlebbar, dass Sprache ein Mittel ist, mit dem man viel gestalten, bewirken, erleben und lernen kann. Wir fördern die Sprachentwicklung des Kindes durch Fingerspiele, Erzählrunden, Lieder, Kreisspiele, aber auch bei allen alltäglichen Handlungen.

Wahrnehmung

Von Geburt an verfügen Kinder über eine Reihe von Wahrnehmungsmöglichkeiten im Bereich des Riechens, Schmeckens, Fühlens, Hörens und Sehens, die es ihnen erlauben, aktiv zu handelnd mit der Welt umzugehen. Es ist ein ureigenster Drang des Kindes, sich die Welt zu erschließen und seinen Horizont Schritt für Schritt zu erweitern. Um Erfahrungen in diesem Bereich zu machen, braucht das Kind eine gute Wahrnehmung, gesunden Forschergeist und von Erwachsenen viel Freiraum zum Probieren und Experimentieren.
Indem es seine Umwelt wahrnimmt und beobachtet, gestalterisch verarbeitet, spielerisch erprobt und Zusammenhänge entdeckt, kann es die Welt zunehmend besser begreifen. Das Kind bewegt sich, es tastet, es hört, fühlt, riecht und schmeckt. Dadurch empfängt es immer neue Sinnesreize, diese regen es zu vermehrter Aktivität an. Die Wahrnehmung ist dabei die sinngebende Verarbeitung von Sinnesreizen im Gehirn. So wird die neue Erfahrung mit schon Gelerntem verbunden. So lernt das Kind. Wiederholungen und eine gerichtete Aufmerksamkeit ermöglichen eine Übernahme des Erlernten in das Langzeitgedächtnis.
Um die Wahrnehmung von Sinnesleistungen anzuregen und zu sensibilisieren, stehen in unserer Einrichtung vielfältige Materialien zur Verfügung: Spiegel, Geräuschmaterial, Tast- und Fühlspiele, Magnet- und Farbspiele.